Geschichte der Ökumenische Sozialstation Brücken e.V.
Die katastrophale Lage, in der sich die Gemeindekrankenpflege Anfang der siebziger Jahre befand, charakterisiert ein Schreiben, das der Caritasdirektor Dr. Staufer in jenen Tagen an die Pfarreien und Mutterhäuser richtete und in dem die Gründe genannt werden, die letztlich zur Einrichtung der Sozialstationen geführt haben:
- Die Gemeindekrankenschwestern (Ordensfrauen/Diakonissen) sind überaltert. Es besteht ein akuter Mangel an Nachwuchs für die Gemeindekrankenpflege. Deshalb droht in der Gegenwart und für die nächste Zukunft zahlreichen Krankenpflegestationen die Auflösung
- Die Schwestern sind vielfach überlastet. Es ist notwendig, vorhandene Kräftezusammenzufassen, die Aufgaben aufzuteilen und die Arbeitsbedingungen zu regeln.
- Die Nachfrage nach Dienstleistungen durch die Gemeindekrankenpflege, Altenpflege und die Familienpflege wird in Zukunft größer werden.
Die Kirchengemeinden und Krankenpflegevereine beider Konfessionen im Bereich der Verbandsgemeinden Glan-Münchweiler, Schönenberg-Kübelberg und Waldmohr haben sich am 20. März 1974 zum gemeinnützigen Verein Sozialstation Brücken e.V. zusammengeschlossen. So sind die Träger der Sozialstation 12 Protestantische, 11 Katholische Kirchengemeinden und 12 Krankenpflegevereine. Sie bilden die Mitgliederversammlung. Die Ökumenische Sozialstation Brücken e.V. ist angeschlossen an die Liga der freien Wohlfahrtsverbände, des Diakonischen Werkes der Pfälzischen Landeskirche und des Caritas-Verbandes der Diözese Speyer.
Offiziell nahm die Sozialstation die Arbeit am 1. August 1974 auf und wurde ab diesem Zeitpunkt von der Landesregierung als förderungsfähige Einrichtung anerkannt.Bis es soweit war, waren viele Verhandlungen mit Landes- und Kreisbehörden, mit den Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchen und den Krankenpflegevereinen nötig.
Doch letztlich konnten erste Anfangsschwierigkeiten überwunden und an die Verwirklichung dieses gemeinnützigen Vorhabens herangegangen werden.
Damit konnte die unter § 1 der Satzung formulierte Aufgabe
„Versorgung der Bevölkerung auf
dem Gebiet der Kranken-, Alten-
sowie Haus- und Familienpflege“
1976 zog die Ökumenische Sozialstation vom ehemaligen Bürgermeisteramt in die Wiesenstraße 23 in Brücken um.
2007 beschließt der Verwaltungsausschuss einstimmig, dass ein Neubau entstehen soll in dem die gesamte Ökumenische Sozialstation Brücken e.V. ihren Sitz hat, sowie eine Tagesbegegnung und ein offener Treff untergebracht werden.
Die neue Einrichtung der Ökumenischen Sozialstation Brücken e.V. in Kooperation mit der Alois-Hemmer-Stiftung und der Ortsgemeinde Brücken. Das Gebäude trägt zum Andenken an Alois Hemmer den Namen: „Alois-Hemmer-Haus“. Die Ortsgemeinde Brücken stellt der Ökumenische Sozialstation Brücken e.V. ein Grundstück im Erbbaurecht zur Verfügung.
Mitte Oktober 2009 ist es dann soweit, die Ökumenische Sozialstation Brücken e.V. erweitert ihr Angebot mit der Tagesbegegnungsstätte im Alois-Hemmer-Haus.
Die Türen der Tagesbegegnungsstätte sind für Menschen geöffnet, die nicht alleine zu Hause bleiben können, bzw. den Kontakt zu Gleichgesinnten suchen. Wir möchten Angehörige entlasten und ihnen die Möglichkeit geben ihre Erwerbstätigkeit auszuüben.



